Wie kam es zum Laufen

 

Wie kam es beim mir zum Laufen? Gute Frage. In meiner Jugend war Laufen mehr so das Mittel zum Zweck. Man hat es gemacht, weil es nötig war, um fit zu bleiben für den Hauptsport, aber richtig gerne habe ich es nicht gemacht. 

Als ich in Groß-Umstadt in der Nähe von Darmstadt gearbeitet habe, stand der Firmenlauf an – der JP Morgan Lauf in Frankfurt. Kleiner ging nicht. Massenauflauf gleich beim ersten Mal, aber es ging ja auch nicht um den ersten Platz, sondern um eine Menge Spaß mit den Kollegen und um ein oder auch mehr Bierchen nach dem Lauf. So traf man sich einmal pro Woche mit ein paar Kollegen und lief, um dann in Frankfurt jede Menge Spaß zu haben. Wie wenig Ehrgeiz ich damals hatte, lässt sich schon daran ablesen, dass ich meine Zeit nicht mehr weiß… Im nächsten Jahr ging es dann wieder nach Frankfurt und es hat wieder Spaß gemacht und mein damaliger Chef hatte tatsächlich das Wort Marathon in den Mund genommen, was ich mir durchaus vorstellen konnte, ohne zu wissen, worauf man sich da einlässt. Aus irgendwelchen Gründen wurde dieses Projekt aber fallengelassen und ich hatte das Laufen als Sport erstmal gestrichen.

Zweieinhalb Jahre nach der Geburt meiner älteren Tochter war es dann soweit, während eines Urlaubs in der Rhön beschloss ich, ernsthafter mit dem Laufen zu beginnen. Ich kaufte mir nach einer Laufbandanalyse mein erstes Paar Laufschuhe, eine Laufhose, T-Shirt, Jacke und Socken und begann mit einer Minute laufen, eine Minute gehen usw. Irgendwann schaffte ich dann eine halbe Stunde am Stück und dabei beließ ich es dann einige Jahre. Den Fokus legte ich auf den Besuch des Fitnessstudios, da es dunort auch eine Kinderbetreuung gab, so dass ich Sport und Kleinkind gut kombinieren konnte. 2013 fing ich dann etwas geplanter an, da ich ja in mein Hochzeitskleid passen wollte und während der Hochzeitsvorbereitungen fasste ich mit meiner Laufpartnerin den Vorsatz, bei einem 10 km Lauf mitzumachen. Beides klappte, ich passte in das Kleid und wir zwei schafften es, 10 km am Stück zu laufen, im Stadion bei einem Sponsorenlauf, Zeit spielte keine Rolle. Danach liefen wir dann in Herdecke beim Sterntalerlauf mit, was landschaftlich doch wesentlich angenehmer war.

Im Jahr darauf quälten wir uns dann beim Herdecker Stadtlauf über 10 km bei circa 33 Grad und für den Herbst 2016 hatten wir uns den Phoenixsee Halbmarathon in Dortmund ausgeguckt, d.h. es standen lange Läufe auf unserem Zettel und wir schafften es dann. Ein geiles Gefühl! Zu dem Zeitpunkt war ich schon infiziert mit dem Laufvirus und plante schon den zweiten Halbmarathon bei der Duisburger Laufserie. Bis dahin lief es echt gut, der Halbmarathon machte Spaß und danach stand dann der Emster Volkslauf in Hagen mit 10 km an und ich hatte noch den Volkstriathlon in Hagen auf dem Zettel, den ich mit einer Freundin zusammen bestritt. Zu diesem Zeitpunkt tat mir schon mein linkes Bein weh, aber ich maß der Geschichte nicht soviel Bedeutung zu. Im Frankreichurlaub 2017 hatte ich dann aber genügend Gelegenheit dazu, ich lief nur noch kurze Strecken und musste dann erst einmal eine Pause auslegen und zwei Halbmarathons absagen. So lief ich eine Zeitlang recht wenig und konnte erst mit Beginn physiotherapeutischen Behandlungen begleitet von viel Üben zuhause Ende 2017 wieder mit Laufen beginnen und bereite mich jetzt auf meinen ersten Marathon vor. Der erste Meilenstein war hierbei die Hammer Winterlaufserie 2018 mit 10, 15 und 21,1 km. Auf allen drei Strecken konnte ich meine Zeiten verbessern, so dass ich jetzt hochmotiviert trainiere und neue Grenzen auslote.

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s