Erschöpfungsmodus

Nach meinem ersten Marathon im April 2018 in Düsseldorf dümpelte mein Sportlerleben und auch das soziale Leben so vor sich hin. Beruflich bin ich momentan stark eingespannt und sammle Überstunden wie andere Laufkilometer und habe mich echt zu den letzten Läufen bzw. zum Schwimmen gequält, wobei mir das Schwimmen leichter gefallen ist und mir mehr Erholung gebracht hat bzw. bringt, aber dazu gibt es noch einen eigenen Blogbeitrag. Das Erschreckende war aber, dass mir auch private Termine zunehmend schwer fielen und das hat letztendlich die Wende eingeläutet.

Den absoluten Tiefpunkt hatte ich beim Abendlauf um die Sorpe, wo ich einen Wahnsinnspuls hatte, mir megaschwindlig war, so dass ich irgendwann aufgehört habe zu laufen und gehenderweise  das Ziel erreicht habe und nur über die Ziellinie gegangen bin, weil meine Laufpartnerin, die am Ziel auf mich gewartet hatte, mich dazu überredet hat. Danach war ich noch einige Zeit richtig platt und hatte noch ein paar Wochen einen recht hohen Ruhepuls, was sehr ungewöhnlich für mich ist. Nun ja, der Körper wollte mir wohl etwas sagen…

Bis zum Urlaub habe ich mehr schlecht als recht gesportelt, dafür aber viel gearbeitet, so dass ich auch meine Ernährung und auch mein Ruhebedürfnis schön ignoriert habe und viel zu wenig Zeit für und mit meine Familie hatte. Nebenbei gab es noch eine Erkältung  und ständig das Gefühl, es trotz aller Bemühungen nicht recht zu machen. Die Ferien startete ich dann im Erschöpfungsmodus. Im Urlaub habe ich es dann ruhig angehen lassen, viel geschlafen, gelesen, kleinere Radtouren und wenige Läufe gemacht und viel nachgedacht auf den Spaziergängen mit meinem Rentnerhund. Allgemein ist mein Ziel, wieder fitter zu werden und zurück zu meiner Mitte zu finden, mehr Zeit für die wesentlichen Menschen und Dinge im Leben zu haben und die Warnzeichen zu erkennen, wenn der Weg nur noch in der Tretmühle verläuft. Sportlich geht es jetzt beim Laufen in die Vorbereitung Halbmarathon in Dortmund im Oktober und beim Schwimmen möchte ich gerne in diesem Jahr noch einen Wettkampf bestreiten, dafür arbeite ich seit einiger Zeit an meiner Technik und der Grundlagenausdauer. Im Vordergrund steht aber, einen Erschöpfungszustand wie vor dem Urlaub zu vermeiden und auf eine Balance zwischen dem, was nötig ist und dem, was gut tut zu achten.

Advertisements

2 Gedanken zu “Erschöpfungsmodus

  1. Robin schreibt:

    Hi Antje,
    einen Erschöpfungsmodus zu erkennen und dagegen anzugehen, ist nicht immer leicht – vor allem, wenn man noch viele andere Dinge im Kopf hast!
    Nach meinem ersten Marathon bin ich auch in ein extremes Loch gefallen: Laufen hat überhaupt keinen Spaß gemacht und mein Körper hat förmlich nach Erholung geschrien! Manchmal braucht man das auch einfach. Vor allem bei der Hitze! Also gönn dir deine wohlverdiente Pause!
    Liebe Grüße aus Köln
    Robin

    Gefällt mir

    • Atoemchen macht Sport und mehr schreibt:

      Hallo Robin,
      ja, da kam einiges zusammen und du hast Recht, es erstmal zu erkennen, war schwierig, aber ein Anfang ist gemacht und ein etwas kleineres Ziel ist unter diesen Voraussetzungen genau richtig. Erstmal auftanken und dann geht’s weiter, dann aber mit Pausen.
      Vielen Dank und liebe Grüße,

      Antj

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s