Trainingswoche 7 – von 0 auf 42,195 km in 356 Tagen

Die Woche startete für mich mit der Frage, was ich mache, wenn das mit dem Laufen doch nicht für einen Marathon reichen sollte. Einfach nicht starten möchte ich nicht. Ein Plan B muss her, damit ich nicht umsonst trainiere. Meine Twitter Timeline hatte gute Tipps auf Lager bezüglich der Umrechnung von Laufkilometern in Radkilometer oder Schwimmkilometer, so dass ich ein adäquates Alternativ- bzw. Paralleltrainingsziel finden kann. Von 120 bis 200 Radkilometern und von 3,8 bis 14 Kilometer im Wasser habe ich die Auswahl, also erstmal weiter mit Laufen, ordentlich Kondition brauche ich für jedes dieser Ziele.

Dienstag, 09.06.2020

Montag war Ruhetag und heute war recht viel zu tun, aber für 30 Minuten Rudern war die Zeit da. Am Nachmittag gab es noch mehr Bewegung, nämlich einen Spaziergang rund um den Lennepark, während meine kleine Tochter Inliner gefahren ist. Dies ist wirklich angenehm und lässt mich schön runterkommen.

Mittwoch, 10.06.2020

Da ich mich in dieser Woche am Hackathon #wirFürSchule beteiligt habe, blieb neben Arbeiten und Home Schooling nicht wirklich viel Zeit für Sport, aber am frühen Abend hatte ich dann Zeit für einen kleinen Lauf. 2 x 15 Minuten mit 2 Minuten Gehpause standen im Plan und es lief ganz gut. Ich bin wieder auf dem Sportplatz in der Nähe gelaufen, der Vorteil ist, dass es dort schön flach ist und dieser Untergrund meinem Knie ganz gut tut. Zum Schluss habe ich mich natürlich noch gedehnt, nach dem vielen Sitzen tat das doppelt gut.

Donnerstag, 11.06.2020

Feiertag – Ausflugstag! In unserem Falle heißt das, dass erst einmal diskutiert wird. „Wieso Radtour? Mich hat niemand gefragt. Wenn mich jemand gefragt hätte, würde ich lieber wandern.“ „50 km? Das ist zu lang. Dann möchte ich lieber zuhause bleiben und lesen!“ „Wieso starten wir in Hohenlimburg am Bahnhof, ist Letmathe nicht näher?“

Irgendwann hatten wir uns tatsächlich auf etwas geeinigt und sind zum Letmather Bahnhof geradelt, alle vier wohlgemerkt! Dort ging es mit dem Zug nach Iserlohn und wir sind einen Teil der Strecke gefahren, den ich schon zweimal mit meiner Freundin gefahren bin. Es war ideales Fahrradwetter und wir haben mehrere Pausen gemacht, u.a. am Kanuclub in Schwerte, wo wir draußen sitzen konnten und Pommes gegessen haben. Für die Kinder und mich das erste Mal seit den Lockerungen, dass wir auswärts gegessen haben.

Nach der Pause sind wir Richtung Berchum gefahren, um den Heimweg abzukürzen, denn die Kinder waren etwas müde. Sie haben sich also die kleinen Berge hochgekämpft und wir sind eine schöne Strecke durch den Wald gefahren. Zum Abschluss gab es noch unseren Hausberg und es standen 38 km mehr im Trainingstagebuch.

Freitag, 12.06.2020

Heute war es ganz schön warm, was liegt da näher, als mittags eine kleine Fahrradtour zu machen? Schön mit Sonnencreme eingeölt ging es Richtung Berchum, da ich den Berg vom Tag zuvor auch einmal von der anderen Seite hochfahren wollte und dann ein Stück durch den angenehm kühlen Wald nach Garenfeld.

Dort habe ich Spargel gekauft und dann ging es wieder zurück nach Hause. Die Rückfahrt war wenig hügelig, aber dafür war es wärmer und am Ende hatte ich 21 km geschafft, schließlich stand noch der Endspurt vom Hackathon an.

Samstag, 13.06.2020

Endlich wieder schwimmen! Nach dem für mich späten Frühstück ging es mit meinen Töchtern nach Haspe ins Hestertbad. Dort waren zwar ein paar Leute, aber wir drei hatten nur noch eine Frau auf der Bahn und konnten relativ ungestört unsere Bahnen ziehen. Ab und an mussten wir ausweichen, denn die Dame hatte das Prinzip des Bahnenschwimmens noch nicht ganz verinnerlicht, sie Schwamm im Zickzack von einer Schwimmleine zur anderen. Aber es ist für viele eine Umstellung zum sonstigen Schwimmen und ich bin wirklich froh, dass wir wieder zum Schwimmen können. Da trage ich auch gerne außerhalb des Schwimmbeckens eine Maske zum Beispiel, besser als noch nicht wieder fast überall hin zu können. Bei mir lief es schwimmtechnisch nur so einigermaßen, denn ich bin am Anfang Brust geschwommen und der Beinschlag war nicht das, was mein rechtes Knie wollte. Also ab jetzt hauptsächlich Kraul oder Rücken schwimmen! Die Mädchen fanden es auf jeden Fall gut und so sind wir gut gelaunt wieder nach Hause gekommen, wo ich erst einmal einen etwas längeren Mittagsschlaf gemacht habe. Die Woche war wohl etwas anstrengender!

Sonntag, 14.06.2020

Wenn ich wach werde, schlafen meine Hausbewohner meist noch. Also habe ich es heute seit langem einmal mit einem kleinen Nüchternlauf probiert. Auf dem Sportplatz um die Ecke war auch niemand, so dass ich in Ruhe im Schneckentempo vor mich hinlaufen konnte. Blutdruck hatte ich dann doch, denn irgendwelche Menschen hatten am Abend am Spielfeldrand eine kleine Party gefeiert und das Aufräumen vergessen (der Mülleimer stand nur circa 1,5 m entfernt) und auch die Scherben nicht weggeräumt. So etwas nervt! Feiern ja, aber bitte aufräumen.

Nach dem Lauf schlief bei mir zuhause immer noch alles, also rauf aufs Rad und mit einem kleinen Umweg durch Genna und Oege Brötchen geholt. Allerdings habe ich genau die Phase erwischt, in der gefühlt jede Ampel rot war und auch an jedem der drei Bahnübergänge die Schranken runter gingen. Als ich dann nach Hause kam, standen 12 weitere Radkilometer im Trainingstagebuch und der Frühstückstisch war gedeckt.

Fazit:

Die Trainingswoche lief ganz gut. Ich habe die geplanten zwei Läufe gemacht, bin dreimal Rad gefahren, gerudert und geschwommen. Mit der Ernährung hat es auch gut geklappt. Das Sorgenkind ist mal wieder das Krafttraining. Da muss ich mir wirklich einmal überlegen, wie ich mich da besser zu aufraffe…

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