Trainingswoche 11 – von 0 auf 42,195 km in 356 Tagen

Tja, irgendwie bin ich hin- und hergerissen: macht es überhaupt Sinn, dieses so enthusiastisch begonnene Trainingstagebuch fortzuführen, wo Laufen wohl erst einmal nicht die an erster Stelle stehende Sportart sein wird? Andererseits habe ich noch keine entgültige Diagnose und weiß gar nichts Genaues. Also mache ich weiter, denn wenn Laufen nicht geht, geht ja eventuell etwas anderes. Wie schon auf Twitter geschrieben, ist der Plan, nur die Füße in den Sand zu stecken, nicht den Kopf!

Montag, 06.07.2020

Der ideale Sport auf einer schön flachen Nordseeinsel ist neben Laufen das Radfahren! Wenn man Glück hat, gibt es Gegenwind, der in der Wirkung einer Gegenstromanlage beim Schwimmen gleichkommt. Und so war es bei unserem ersten kleinen Ausflug mit dem Rad. Auf dem Hinweg nach Wyk gab es Rückenwind und es lief quasi von selbst. Regen gab es nur während des Spaziergangs durchs Städtchen und Nordseeurlaub heißt ja auch, die Regenjacke immer griffbereit zu haben, also alles kein Problem. Auf dem Rückweg gab es dann ordentlich Gegenwind und ich habe meine kleine Tochter bewundert, die tapfer gegen den Wind gekämpft hat und nicht vom Rad geweht wurde.

Mit etwas mehr als 12 km war das heute keine richtige Radtour, aber ein guter Test, was mein rechtes Knie von Radfahren hält. Und bis auf ein paar leichte Schmerzen ging es ganz gut.

Blick auf den Hafen in Wyk auf Föhr

Mittwoch, 08.07.2020

Heute hatten meine Töchter zu nichts Lust bzw. nur Lust auf Herumgammeln und Lesen, was an sich ja ganz nett ist, aber doch nicht, wenn die Sonne scheint und wir Zeit haben, eine Radtour zu machen!

Aber Urlaub ist auch, dass sich jeder auf seine Art entspannen kann. So haben mein Mann und ich uns ohne die Damen aufgemacht und sind einmal mit dem Rad um die Insel gefahren. Wir sind in Nieblum gestartet und in Richtung Utersum gefahren. Von dort ging es Richtung Dunsum, wo wir auf den Deich gegangen sind, um mal zu schauen, was dahinter liegt, denn nur den Deich zu sehen und das Meer dahinter zu vermuten, ist auf Dauer auch ein wenig eintönig oder typisch Nordseeurlaub…

Dann ging es weiter und zwischendrin haben wir eine Kuchenpause gemacht, um gestärkt über Wyk wieder nach Nieblum zu fahren. Nach insgesamt 43 km sind wir gut gelaunt dort wieder angekommen und hatten ein paar schöne Stunden auf dem Rad und die Kinder hatten auch ein paar schöne Stunden ohne uns.

Donnerstag um, 09.07.2020

Bei leichtem Regen stand heute ein Strandspaziergang auf dem Plan. 9 km Muscheln und Müll sammeln und zum Ende noch Pommes auf der Terrasse vom Waterkant Café mit Blick aufs Meer.

Blick aufs Wattenmeer

Freitag, 10.07.2020

Mit Kindern ist es ganz gut, wenn eine Fahrradtour auch ein Ziel hat. Unsere Tour hatte den Bonbonladen der Insel als Ziel. Von der Idee her gut, blöd war nur, dass wir das Ziel nach den ersten vier Kilometern erreicht hatten und die jüngere Tochter einen leichtes Motivationsloch auf den restlichen 20 Kilometern hatte. Sie war erst einigermaßen versöhnt, als sie in Utersum im Strandcafé eine heiße Schokolade mit Sahne trinken durfte. Und so wurde der letzte Teil der Radtour dann auch für alle richtig schön!

Strand von Utersum

Samstag, 11.07.2020

Am Samstag habe ich mir ein bisschen Kunst gegönnt und bin mit dem Fahrrad nach Alkersum zum Museum Kunst der Westküste gefahren, um mir die aktuelle Ausstellung „See Stücke“ anzuschauen. Den Rückweg habe ich etwas verlängert und durch ordentlich Gegenwind hatten die 15 Kilometer dann durchaus etwas Sportliches.

Am Abend gab es dann noch eine Pendlerfahrt zum Restaurant und zurück.

Sonntag, 12.07.2020

Bei traumhaftem Wetter – Sonne, ein wenig Wind und T-Shirt-Temperatur – sind der Gatte, die kleine Tochter und ich am Strand entlang nach Wyk gegangen. Zurück ging es dann den kürzeren Weg an der Hauptstraße entlang, da aufgrund von Übermüdung einer bestimmten Person schlechte Laune im Anzug war… Wir sind allerdings auf 12 km gekommen, wobei ich sagen muss, dass gerader Untergrund etwas angenehmer für mich ist momentan. Im Sand fühlt sich das Knie noch recht instabil an.

Zwischen Wyk und Nieblum

Fazit:

Die erste Woche wurde nicht durch sportliche Höchstleistungen geprägt, obwohl ich über 100 Radkilometer zusammen bekommen habe. Wichtig ist für mich, dass ich sehr wenig Schmerzen hatte, viel geschlafen habe und auch mit meinem Essverhalten zufrieden sein kann. Es gab kein Frustessen oder Heißhunger und dass das Radfahren gut funktioniert, freut mich sehr.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s