Lauf-Comeback nach Meniskus-OP Woche 9 und 10

Die letzten beiden Wochen sind wie im Flug vergangen und einiges kommt mir im Nachgang recht surreal vor, aber da wird es nicht nur mir so gehen. Es gab viel zu tun und für viele hat sich viel geändert. Für einen Augenblick habe ich gerade überlegt, die letzten beiden Wochen einfach zu überspringen und mit dieser Woche einzusteigen, dann fand ich das zu einfach. Irgendwie tut es mir selbst auch gut, mir das, was ich sportlich gerade mache, vor Augen zu führen und darüber zu sinnieren, auch wenn es bestimmt gerade Wichtigeres gibt. Mir gibt es das Gefühl von Kontinuität und das tut gut. Es geht hier ja nicht darum, wie ich von einem Sporterfolg zum nächsten eile, sondern mehr darum, wieder dorthin zu gelangen, wo ich mich wohl fühle sportlich gesehen.

Mittwoch, 21.10.2020

Nachdem recht sportlichen Wochenende gab es zwei Tage Pause (natürlich nicht beabsichtigt, aber irgendwie habe ich es nicht in den Kalender gequetscht bekommen) und heute ein bisschen Krafttraining und einen Mini-Spaziergang mit dem Gatten, Kopf lüften.

Donnerstag, 22.10.2020

Im Nachhinein ein noch schönerer Tag, statt zu kochen, Spazierengehen, damit wir uns noch einmal treffen und kein Risiko eingehen in geschlossenen Räumen. Also ab zum Märchenwald und dort eine Runde durch den Wald mit Team Knie und am Ende einen Kaffee aus der Thermoskanne und einem Brötchen, um ein bisschen zu quatschen. Die Herbstfarben der Bäume sind einfach traumhaft und so oft ich auch auf dieses Kaff schimpfe, Wald kann es!

Samstag, 24.10.2020

Am Samstag stand ein Besuch bei Schwiegermuttern in Köln auf dem Programm, allerdings Corona-konform draußen an der frischen Luft. Wir sind durch diverse Parks gegangen und haben in einem Innenhof in der Innenstadt in einem vietnamesischen Lokal lecker vegetarisch gegessen und sind am Rhein entlang zurück zur Wohnung meiner Schwiegermutter gegangen und so auf 12 km gekommen. Die Stadt war für meinen Geschmack ein bisschen zu wohl, aber daran kann man schon erkennen, dass ich a) eine richtige Kleinstadtbewohnerin bin und b) völlig entwöhnt von größeren Menschenmengen bin. Es war ein schöner Tag, aber ich war auch froh wieder in meinem kleinen Kaff zu sein, so viele Menschen auf einmal waren doch gewöhnungsbedürftig.

Köln

Sonntag, 25.10.2020

Am Sonntag stand die nächste Wanderung an. Dieses Mal wieder in Hohenlimburg. Wir sind am Bahnhof gestartet und durch die Wesselbach zum Schloss hochgelaufen und dann zum Märchenwald. Von dort aus ging es wieder zurück zum Ausgangspunkt und dann nach Hause. Damit es unserer kleinen Tochter nicht zu langweilig wurde, haben wir die Tour mit einer befreundeten Familie gemacht. So konnten die beiden Mädchen (die übrigens in der Schule nebeneinander sitzen) schön quatschen und wir Eltern konnten uns während der Wanderung auch nett unterhalten. Ich bin wirklich froh, dass ich einige Menschen kenne, die gerne mal spazieren gehen und man sich so zumindest draußen treffen kann.

Montag, 26.10.2020

Am Montag hatte mein Mann noch frei und wir sind zusammen eine Mittagsrunde spazieren gegangen, um dann unsere kleine Tochter zu Fuß von der Schule abzuholen, reiner Luxus!

Am Ahm

Dienstag, 27.10.2020

Am Dienstag gab es nur einen kleinen Spaziergang durchs Städtchen, ich war einkaufen, habe ein Buch abgeholt und noch eine kleine Runde gedreht, aber immerhin Bewegung.

Blick auf die Synagoge in Hohenlimburg

Sonntag, 01.11.2020

Neuer Monat, neue Ziele! Quatsch, ich hatte Zeit zum Radfahren. Also ab aufs Rad und zum Hengsteysee und wieder zurück. Es tat richtig gut und das Tolle war, ich habe bis auf den letzten Anstieg alle Anstiege geschafft und das Knie fühlt sich zwar immer noch nicht wieder perfekt an, aber es war gut danach und ich habe mich super gefühlt. Übermotiviert habe ich dann noch eine Runde Krafttraining drangehängt.

Bereit zur ersten Ausfahrt im November

Fazit:

Es läuft wesentlich besser! Das Gehen bereitet mir kaum noch Probleme und das zweite Radfahren ging auch viel besser. Allerdings habe ich gemerkt, dass es nach 29 km gereicht hat. Das, was ich mir an Kondition und Kraft aufgebaut hatte, ist noch nicht wieder da (wie auch?). Die Geschichte mit dem Krafttraining lief lausig und darüber, dass ich in puncto schwimmen nicht aus den Hufen gekommen bin, ärgere ich mich schon sehr. Allerdings sind Radfahren und Spaziergänge genau richtig in den nächsten vier Wochen, so dass ich hoffe, dass es noch besser mit dem Knie wird und ich den Hintern bezüglich Krafttraining hoch bekomme. Viel wichtiger ist natürlich, dass die ab dem 2. November geltenden Corona Maßnahmen Wirkung zeigen und wir es alle zusammen schaffen, dass die Zahlen wieder fallen und wir wieder mehr machen können. Eine Frage des Anstands, Abstands und Respekts. Weniger ich, mehr wir.

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